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Rundgang im Stollen



Ferdinand Graf von Zeppelin (1838 - 1917) wurde in Konstanz geboren. In Bad Cannstatt begann er 1855 seine Laufbahn als Offizier der königlich württembergischen Armee.
Als Militärbeobachter im amerikanischen Bürgerkrieg kam er 1863 erstmals in Berührung mit der Fliegerei. Im gleichen Jahr stieg er selbst mit einem Fesselballon auf.
Während des deutsch- französischen Krieges 1870/71 beobachtete er, wie mit Heißluft- und Gasballonen Menschen aus dem von deutschen Truppen abgeriegelten Paris evakuiert wurden.
Von Zeppelin brachte es bis zum Generalleutnant, beendete jedoch 1891 mit 53 vorzeitig die militärische Laufbahn - ein Manöver unter seinem Kommando bekam schlechte Noten ...

Schon zuvor, 1887, legte er eine Denkschrift über den Einsatz von Luftschiffen vor.
Von Zeppelins Luftschiffe haben ein starres Skelett und können nie wie ein Ballon in sich zusammenfallen. Er war nicht der Einzige, der lenkbare Luftschiffe plante, aber er war der Erfolgreichste.
Am 2. Juli 1900 erhob sich vor der im Bodensee schwimmenden Halle das LZ 1. Fachleute des Militärs beobachteten diesen Aufstieg und kamen zu dem Schluss, dass Luftschiffe für den Kriegseinsatz ungeeignet wären.
Zu Beginn des Ersten Weltkrieges schlug die Stimmung zu Gunsten des Grafen um und schließlich baute er mit Staatsgeldern 115 Luftschiffe für den Kriegseinsatz. Mit ihnen wurden u.a. London, Warschau und Neapel bombardiert. Allerdings wurden 40 von ihnen durch feindliche Angriffe zerstört, weitere 41 durch schlechtes Wetter und technische Defekte! Immerhin flogen sie ca. 300 Angriffe auf militärische und zivile Ziele und warfen dabei mindestens 500 Tonnen bomben ab.
Am 8. März 1917 starb Ferdinand Graf von Zeppelin in Berlin im Alter von 78 Jahren.